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"TSV goes Bayerische" - ein Erfolg des Willens

Veröffentlicht von am in Volleyball
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Junge Feuchter U14-Volleyballerinnen lösen überraschend das Ticket für die Bayerischen Meisterschaften.

„Zwergensturm goes Bayerische“ – mit einer unglaublichen Mannschaftsleistung holten sich die U14-Volleyballerinnen des TSV Feucht erstmals die Vizemeisterschaft bei den Nordbayerischen Meisterschaften und qualifizierten sich damit tatsächlich wieder für die Bayerischen Titelkämpfe. Und das trotz aller Widrigkeiten.

Mit einer angeschlagenen Norina Weiß und dafür der Unterstützung von Eva Schmitt zogen die Mädels des TSV 1904 Feucht mit vielen Unbekannten ins Rennen. Nach einem nervösen Beginn gegen den Topfavoriten TB Regenstauf (0:2) verletzte sich in dieser Partie auch noch Amélie Sommer. Danach war klar, dass dieses Wochenende dem Team in allen Belangen alles abverlangen würde. Im folgenden Match gegen den Oberfrankenmeister SC Memmelsdorf stand die Mannschaft noch ziemlich unter Schock, aber auch Dank Eva Schmitt, die sporadisch auf und vor allem neben dem Spielfeld alles für das Team in die Waagschale warf, fand die Truppe von nun an mit jedem Ballwechsel einen Schritt weiter in das Turnier.

Nervenkrimi für Trainer Hoefer

So gewannen die TSV-Mädels das Duell klar mit 2:0 Sätzen. Es folgte der erste Knackpunkt im Vergleich gegen den Unterfranken-Vize TV Großwelzheim. Der TSV packte die Taktikharke aus und spielte nervenstark auf. Anna Lehmphul überzeugte vor allem durch kluge Angriffe, Lena Kohlhase brachte mit ihrer Defensivleistung die gegnerischen Angriffsreihen schier zur Verzweiflung. Norina Weiß, angeschlagen angereist um dann voll durchzuspielen, stand Lena Kohlhase in der Abwehr Pate und stellte mutig ihren Aufschlag auf Sprung-Flatter um, mit dem sie in der Folge viel Druck aufbaute. Nina Hoefer übernahm viel Verantwortung im Angriff und zeigte, dass ihre Defensivleistung ebenfalls für Kopfschmerzen beim Gegner sorgen kann,  Nach einem klaren Satzerfolg (25:11) startete das Team dann den ersten Ritt auf dem Nervenkostüm ihrer Trainer. Doch trotz einer „überschaubaren“ Aufschlagquote war der Siegeswille nicht mehr unterzukriegen. Es war wie ein Raketenstart, als der TSV den Matchball zum 25:23 versenkte.

Vom Nervenzusammenbruch zum stolzesten Trainer in der Halle

Damit hatte sich das Team den Überkreuzvergleich gegen den Gastgeber TUS Frammersbach verdient, noch war die Truppe im Rennen um die Bayerische dabei. Die Defensive wurde immer stärker, die Offensive immer schlauer. Und der Aufschlag wurde zum Martyrium für Trainer und Fans. Der erste Set ging mit 25:18 relativ deutlich an den TSV, es folgte der „Kumpl vom Wahnsinn“. Ein Satz, den man nicht gewinnen kann – eigentlich - und am Ende doch mit 26:24 an den TSV ging. Mit sage und schreibe 15 Aufschlagfehlern brachte die Truppe ihren Trainer Armin Hoefer nah an den Nervenzusammenbruch, um ihn anschließend zum stolzesten Trainer in der Halle werden zu lassen.

Der Sonntag begann für die Feuchter Mädels dann mit dem Halbfinale gegen den VG Sulzbach-Rosenberg. Der Sieger sollte ins Finale einziehen, der Verlierer würde im Spiel um Platz drei noch eine Chance auf die Bayerische bekommen. Leider hatte das Team die Aufschlagquote des Vortags noch im Gepäck, doch die TSV-Mädels waren ab dem ersten Ballwechsel in einem derartigen Kampfmodus, dass sie kein Fehler mehr aus der Ruhe bringen konnte. Das Team war nicht unterzukriegen, saugte jeden taktischen Tipp von Trainer Hoefer auf wie ein Schwamm und holte sich mit einem sensationellen 2:0-Erfolg (25:20; 25:23) die Qualifikation zur Bayerischen und das Finale der Nordbayerischen.

Das Endspiel ging zwar mit 0:2 (20:25; 20:25) verloren, aber dem Topfavorit aus Regenstauf konnte deutlich mehr Paroli geboten werden als im Eröffnungsmatch, obwohl das Team längst keine Patrone mehr in der Konditionstrommel hatte. Das brachte dem Jubel über das Erreichte aber eh keinen Abbruch und die Fete gemeinsam mit dem Mittelfrankenmeister Bad Windsheim, der Dritter wurde und sich damit ebenfalls für die Bayerische qualifizierte, war perfekt.

Damit heißt es nun also am 23. März nächster Halt, Straubing, Bayerische Meisterschaften.

Für das Team war das dann doch eher Neuland als die Fans skandierten "Mannschaft die Rolle"

Trainer Armin Hoefer musste seinen Körper an längst vergangene Traditionen erinnern

Nach dem Matchball im Halbfinale gab es kein Halten mehr und auch Amélie Sommer tanzte mit

Mittelfranken goes Bayerische - auch Bad Windsheim buchte die nächste Runde

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